Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2006
Einen Eindruck von Beliebigkeit hat dieser aus einem Kolloquium hervorgegangene Sammelband über "Migration in der antiken Welt" bei Uwe Walter hinterlassen. Zwar findet er unter den Beiträgen auch instruktive Aufsätze, etwa zur Logistik und den technischen Schwierigkeiten während der Wanderung eines Siedlungsverbandes. Diese kommen zu seinem Bedauern aber wegen der vielen, "schlecht redigierten" Texte nicht wirklich zur Geltung. Die meisten Beiträge wirken auf ihn "hastig, vorläufig oder schlicht nicht zugehörig". Als positive Ausnahmen nennt er Peter Kehnes Beitrag über kollektive Zwangsumsiedlungen als Mittel der Außen- und Sicherheitspolitik von den Persern bis zu den Byzantinern sowie John Bintliffs geografische Milieutheorie zu derlei erzwungenen Homogenisierungen in Stadt und Region.
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