Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2006
Einen Eindruck von Beliebigkeit hat dieser aus einem Kolloquium hervorgegangene Sammelband über "Migration in der antiken Welt" bei Uwe Walter hinterlassen. Zwar findet er unter den Beiträgen auch instruktive Aufsätze, etwa zur Logistik und den technischen Schwierigkeiten während der Wanderung eines Siedlungsverbandes. Diese kommen zu seinem Bedauern aber wegen der vielen, "schlecht redigierten" Texte nicht wirklich zur Geltung. Die meisten Beiträge wirken auf ihn "hastig, vorläufig oder schlicht nicht zugehörig". Als positive Ausnahmen nennt er Peter Kehnes Beitrag über kollektive Zwangsumsiedlungen als Mittel der Außen- und Sicherheitspolitik von den Persern bis zu den Byzantinern sowie John Bintliffs geografische Milieutheorie zu derlei erzwungenen Homogenisierungen in Stadt und Region.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…