Doris Mayer verlegt den klassischen Romeo-und-Julia-Konflikt in den authentischen Krisenherd des modernen Palästina: Als Golda Rashid begegnet, ist sie gerade erst nach Jerusalem zurückgekehrt. Vor neunzehn Jahren hatte sie mit ihrer Mutter Israel verlassen, nachdem ihr Vater und ihre Schwester bei einem Sprengstoffattentat ums Leben gekommen waren. Die zweite Intifada ist auf ihrem Höhepunkt, und Golda fühlt sich hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für den jungen Palästinenser unddem tiefen Misstrauen gegenüber seinem Volk. Doch die Liebe siegt, und sie bekennt sich offen zu Rashid.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.02.2004
Verärgert reagiert Carsten Hueck auf diesen Roman, der seiner Meinung nach den israelisch-palästinensischen Konflikt nur als Kulisse für eine aufdringliche Romeo-und-Julia-Geschichte benutzt. Erzählt wird die Geschichte des palästinensischen Jungen Rashid und des israelischen Mädchens Golda, deren Liebe von verschiedenen Selbstmordanschlägen auf eine harte Probe gestellt wird. Wirklich entwickelt werde hier keine Handlung, eher werden Klischees und "reizaggressive und sentimentale Szenen" aneinander gereiht, schimpft der Rezensent.
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