Dietrich Fischer-Dieskau

Zeit eines Lebens

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Cover: Zeit eines Lebens
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2000
ISBN 9783421053688
Gebunden, 256 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Die inneren Wegmarken und Entwicklungen mehr als die äußeren Stationen sind das Thema dieses sehr persönlichen Erinnerungsbuches des Sängers, Autors und Hochschullehrers Dietrich Fischer-Dieskau. In Berlin, seinem Geburtsort, begann nach dem Zweiten Weltkrieg die große Karriere des Mannes, der in der ganzen Welt als Lieder-, Oratorien- und Opernsänger aufgetreten ist und fast alle bedeutenden Persönlichkeiten des modernen Musiklebens kennengelernt hat. Dietrich Fischer-Dieskau erzählt von den Sternstunden seiner Karriere, aber auch von Sorgen und Ängsten, die dem Gelingen vorausgingen und denen sich der wahre Erfolg verdankt, von der Einsamkeit des berühmten Interpreten. Erinnerungen an Kindheit und Jugend gewinnen neue Bedeutung, vor allem anderen aber die Erfahrung der Liebe, seit einem Vierteljahrhundert verkörpert in der seelischen und künstlerischen Gemeinsamkeit mit Julia Varady.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2000

Ellen Kohlhaas vergleicht das Buch vor allem mit Fischer-Dieskaus Autobiografie von 1987 ("Nachklang"), wobei der vorliegende Band in mancher Hinsicht besser abschneidet. So habe der Sänger hier auf "vordergründige `Gesichter und Vorkommnisse`" wie auch auf "peinliches Eigenlob" verzichtet. Insgesamt herrscht nach Kohlhaas nun ein deutlich dunklerer Ton vor. Auch von Ängsten ist die Rede, von Menschenscheu und Einsamkeit. Und wenn sich Fischer-Dieskau auch zu manchen Themen bereits früher ausführlich geäußert hat, so ist nun - wie die Rezensentin findet - viel Bitterkeit zu spüren, etwa in den Ausführungen über Musikkritik und Rezensenten, denen er bisweilen persönliche Motive bei der Beurteilung unterstellt und weniger den Anspruch, `ein getreues Echolot` zu sein. Positiv wertet die Rezensentin, dass Fischer-Dieskau "sich selbst nicht schont" und offen über seine Probleme spricht, `in einer Welt zu leben, die von Tag zu Tag fremder zu werden scheint`.

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