Wer braucht schon Männer? Die Frauen in Dietmar Sous` rheinischem Reigen gewiss nicht. Denn die verstehen keine der Wahrheiten, die ihnen die Frauen schon lange nicht mehr sagen wollen. Nach der ersten Nacht mit Rita sieht der neue Liebhaber ihren behinderten Sohn - und flieht vor der für ihn zu schweren Aufgabe. Der Gockel der Düsseldorfer Modeszene ist völlig perplex, als seine Models lieber mit dem Teerarbeiter, dem Vater des Erzählers ausgehen wollen. Und als Helga nicht mehr ertragen kann, wie erfolgreich Lilo bei Männern ist, endet eine Frauenfreundschaft tragisch.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000
In einer sehr kurzen Kritik begnügt sich Agnes Hüfner mit einer Aufzählung des sehr pittoresken Personals, das der Autor in seinem "rheinischen Reigen" aufmarschieren lässt. Da kommen in einer Erzählung Modeschöpfer und Mannequins und bringen einen bürgerlichen Haushalt durcheinander - klingt so, als könnte man eine deutsche Kinokomödie draus machen. "Humoresken zum Gruseln", findet Hüfner.
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