Dietmar Eder

Stadtrundfahrt

Roman
Cover: Stadtrundfahrt
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2004
ISBN 9783608936933
Gebunden, 141 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Der letzte Wille des Vaters: Sein Sohn soll mit dem Sarg im Kofferraum zu einer bizarren Stadtrundfahrt aufbrechen. Xaver fügt sich, obwohl er ihn wie seine Mutter haßt. Dieser Ausflug führt Vater und Sohn zu einem ehemaligen Cellolehrer, zu einer Liebesbriefschreiberin, zum verschrobenen Onkel mit der Sopranstimme - kreuz und quer durch das weiß-blaue M. Schnell zerbröckeln Xavers Träume vom harmonischen Luxusleben, denn alle Stationen stehen in rätselhafter Beziehung zu seiner Schwester, die sich Jahre zuvor das Leben genommen hat.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2004

Knapp und heftig verreißt Hans Christian Kosler den Debütroman "Stadtrundfahrt" von Dietmar Eder. Statt eines Romans biete Eder nur "ein Drehbuch" mit "38 Szenen" an. Die Handlung des Romans: Hauptfigur Xaver muss seinem toten Vater den letzten Willen erfüllen und seinen Sarg in einer "makabren Stadtrundfahrt" zu ehemaligen Lebensstationen kutschieren, wobei nach und nach "die Vergangenheit des Monster-Vaters aufgeblättert" wird. Für Kosler ergibt dies alles nur "ein großes Durcheinander". Aber am meisten stört sich der Rezensent an Eders sprachlichem "Tempo", das offenbar zu erheblichen Schlampigkeiten führt. So geißelt Kosler unter anderem, dass Eder "einen Sessel als Mottenfänger statt als Staubfänger ausgibt". Alles in allem empfiehlt der Rezensent, diese "literarische Fingerübung" möglichst "bald wieder" zu vergessen.
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