Mord unter Menschenfreunden. In der Saarbrücker Firma I & B, spezialisiert auf digitale Lernhilfen für "bildungsferne Jugendliche", wird die Chefsekretärin Roswitha Brecher erdrosselt aufgefunden. Und der Chef selbst, als Hauptverdächtiger im Visier der Polizei, verschwindet kurz darauf spurlos. Kleinere Sabotageakte sorgen zudem für Aufregung unter den Angestellten der Firma. Schwimmt da ein Hai im Goldfischbecken? Oder sind die Goldfische gar nicht so harmlos, wie sie tun? Ausgerechnet zwei Zyniker, ein Fußballtrainer und eine Kommissarin, die sich so hassen, dass sie miteinander ins Bett gehen, sollen für Ordnung im Aquarium der hehren Philantropie sorgen. Auf ihre eigene, so gar nicht menschenfreundliche Art.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.07.2008
Rezensentin Sylvia Staude ist trotz anfänglicher Skepsis von diesem "hintersinnig und scharf formulierter Roman für Fußball- und Computerspezialistenhasser" begeistert. Zum einen erzählt der Autor Dieter Paul Rudolph eine spannende Geschichte, zum anderen ist ihm darüber hinaus ein "Sittenroman" gelungen, der sich die Rituale der Firmen- und Firmenfreizeitkultur hübsch boshaft vornehme. Besonders unterhaltsam und gelungen findet Staude die Hauptfigur des zynischen Fußballtrainers, der Fußball hasst, dem der Autor dafür aber seinen eigenen Literaturgeschmack mit auf dem Weg gegeben hat.
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