Herausgegeben von der Hessischen Staatskanzlei. Familien werden in der Bundesrepublik Deutschland systematisch und auf vielfältige Weise schon seit Jahrzehnten benachteiligt und so an der Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben gehindert. Eine Wende in der Familienpolitik und eine tiefgreifende Reform aller familienpolitischen Grundlagen und Instrumente ist deshalb überfällig. Aus diesem Grund hat die Hessische Landesregierung die Initiative ergriffen und eine grundlegende familienpolitische Alternative entwickelt und zur Diskussion gestellt. Das Ergebnis, der "Wiesbadener Entwurf" zu einer Strukturreform der Familienpolitik, wird in diesem Band dokumentiert, ebenso die Stellungnahmen führender Experten der Familienpolitik und der sozialpolitischen Verbände.
"50 Jahre Familienpolitik waren nicht gerade erfolgreich", zitiert Rezensent Warnfried Dettling den Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Diese Einschätzung ist wohl die Ursache für das vorliegende von der Hessischen Staatskanzlei herausgegebene Sachbuch zum Thema. Um die drei Kernfragen, warum eine Reform nötig und was schief gelaufen sei, aber natürlich auch was in Zukunft verändert werden müsse, habe Koch eigens den Familien- und Sozialexperten Jürgen Borchert, Richter am Landgericht Darmstadt, ein halbes Jahr an seine Staatskanzlei abordnen lassen, informiert Dettling Er bezeichnet das nun vorliegende Buch, das nicht nur Borcherts Meinung, sondern auch die Ergebnisse von der Landesregierung initiierten Tagung bündelt, als "eminent politisches" und "wichtiges" Sachbuch - und dies, wie er deutlich zu erkennen gibt, obwohl er Borcherts Vorschläge zur Problembewältigung nicht teilt. Für ihn ist dessen Ansatz zu deutlich, vor allem die traditionelle Familie "finanziell stärken und kulturell retten zu wollen". Dettling gefällt an dem Buch, dass es die Frage nach den Prioritäten radikalisiert, findet jedoch, dass Borchert sich nicht auf neue Realitäten einlässt. Somit bleibe der Wiesbadener Entwurf "bei einer um wichtige Dimensionen amputierten Familienpolitik stehen".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…