Herausgegeben von der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen parteien. Bearbeitet von Andreas Zellhuber und Tim B. Peters. Die CSU in Bayern ist in der Parteienlandschaft der Bundesrepublik Deutschland in mehrfacher Hinsicht eine singuläre Erscheinung. Aufgrund ihrer zum Teil spektakulären Wahlerfolge und der jahrzehntelangen Regierungsbeteiligung auf Bundes- und Landesebene galt und gilt sie noch heute als eine der erfolgreichsten Volksparteien Deutschlands. Wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen hat die Landesgruppe der Abgeordneten der CSU im Deutschen Bundestag, die sich im August 1949 in Bonn formierte. Ihre Vorsitzenden von 1949 bis 1972 waren so herausragende Politiker und Bundesminister wie Fritz Schäffer, Franz Josef Strauß, Richard Stücklen, Hermann Höcherl und Werner Dollinger. Die Protokolle der Landesgruppe geben Einblick in die innere Entwicklung der Landesgruppe, in die bundes- und landespolitische Arbeit der CSU in der deutschen und bayrischen Nachkriegsgesellschaft sowie in die Bewältigung der Flügelkämpfe innerhalb der Partei in den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2011
Frank Decker hat sich richtig festgelesen in den Sitzungsprotokollen der CSU-Landesgruppe im Bundestag aus der Zeit von 1949 bis 1972. Spannend findet er, was er hier über die Geschichte der CSU, über die Frühzeit des Parlamentarismus und des Parteiensystems der Bundesrepublik und natürlich über die schwierige Fraktionsbildung von CDU/CSU erfährt, über das Ringen zwischen Münchnern und Bonnern und die Rolle des übermächtigen Franz Josef Strauß. Decker lobt die kluge Auswahl des Bandes sowie die Aufteilung in Druck und Digitalisierung des Materials nach Maßgabe der Bedeutung. Die vielfältigen Verzeichnisse und die Einleitung waren ihm eine große Hilfe, wie überhaupt die Professionalität der gesamten Edition, deren Fortsetzung er schon erwartet.
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