Herausgegeben von Katharina Greschat und Michael Tilly. Die Benediktusregel ist einer der wirkmächtigsten Texte der europäischen Spätantike. Seit der Zeit der Karolinger hat diese Regel mit ihren klaren und menschlichen Anordnungen das klösterliche Leben geprägt und zugleich immer wieder reformiert und mit neuem Leben erfüllt. Trotz des enormen Erfolges der Regel ist die Person Benedikts, auf den sich auch Papst Benedikt XVI. beruft, kaum greifbar. Allein der erste Mönchspapst Gregor I. (ca. 540-604) hat dem Vater des abendländischen Mönchtums in seiner Lebensbeschreibung heiliger Männer ein Denkmal gesetzt. Doch auch er konnte noch nicht wissen, dass die Benediktregel im christlichen Abendland allen anderen Mönchsregeln den Rang ablaufen und bis zu den Regeln des Franz von Assisi (ca. 1181-1226) und des Ignatius von Loyola (1491-1556) Alleingültigkeit beanspruchen würde.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Im auf Reprints spezialisierten Marixverlag ist die Benediktus Regel erschienen. Es ist der 1914 erschienene Band aus der "Bibliothek der Kirchenväter", der die für die abendländische Geschichte wichtigsten Ordensregeln enthält. Sie werden dem heiligen Benedikt zugeschrieben. Ich möchte jetzt gar nicht auf diese Regeln - "Der Abt denke immer daran, dass beim furchtbaren Gerichte Gottes sowohl seine Unterweisung als auch der Gehorsam seiner Jünger in Untersuchung gezogen wird" oder "Das Leben eines Mönches sollte eigentlich jeder Zeit den Stempel der Fastenzeit tragen" - eingehen, sondern auf etwas Anderes aufmerksam machen. Man lese zunächst die Einleitung aus dem Jahre 1914... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
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