Dieses Lehrbuch behandelt die literarischen Haupttendenzen der deutschen Romantik, beginnend mit der Frühromantik im ausgehenden 18. Jahrhundert bis zu den letzten Ausläufern der Spätromantik von 1830 bis 1840. Der Band versteht die deutsche Romantik als eine literarische Revolution, von der entscheidende Impulse für eine literarische Moderne in ganz Europa ausgehen...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2002
So sehr es ein allgemeines Verständnis von Romantik zu geben scheint, so schwierig ist es aber auch, diesen Begriff treffsicher literatur- und kulturgeschichtlich zu bestimmen, meint der Rezensent mit dem Kürzel "aki". Dem Münsteraner Germanisten Detlef Kremer sei es gelungen, ein sachliches und differenziertes "Lehrbuch" über die Romantik zu schreiben, das, freut sich der Rezensent, "als ein neues Standardwerk gelten kann". Romantik werde hier im Kontext kultur- und sozialgeschichtlicher, philosophischer, wissenschaftlicher und ästhetischer Kontexte sowie "innerliterarisch" beleuchtet. Außerdem habe der Autor auch den "spannungsvollen Zusammenhang zwischen Früh- und Spätromantik" berücksichtigt, der in den meisten Abhandlungen nicht erkannt worden sei, so "aki". Besondere "Glanzstücke" seien hier, schwärmt der Rezensent, die Kapitel zum Romantikbegriff sowie Kremers Blick auf die Prosa und das oft vernachlässigte Drama dieser Epoche.
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