Herausgegeben von ERichard Faber und Gesine Palmer. Der in sich hoch differente Protestantismus ist, ob gern gesehen oder nicht - vielleicht einfach übersehen -, weltweit ein wichtiger Kultur- und Sozialfaktor geblieben. Ihn untersucht, unter Konzentration auf Deutschland und die USA, der vorliegende Sammelband. Sein Approach ist ein hauptsächlich kultur- und sozialwissenschaftlicher, ohne auf theologische Kompetenz zu verzichten. Einige AutorInnen beziehen sogar reflektiert-konfessionelle Positionen, die freilich auch bei ihnen mit radikaler Ideologiekritik korrespondieren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.11.2003
Äußerst unzufrieden fegt Friedemann Voigt diesen Sammelband vom Tisch, den er als Symptom von fehlender "materialer und methodischer Beschränkung" betrachtet. Am besten seien die Beitrage von Walter Jaeschke über Hegels begrifflichen Zugriff auf den Protestantismus und von Volkhard Krech über die "protestantischen Wurzeln der Religionswissenschaft", und zwar, weil beide um Fragen der Methodik kreisen, die sich auch die Herausgeber hätten stellen sollen. Etwas mehr geistige Askese bitte, fordert der Rezensent.
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