Herausgegeben von Hubert Cancik, Helmuth Schneider, Manfred Landfester. Herausgegeben von Hubert Cancik, Helmuth Schneider, Manfred Landfester. Die Entwicklung der Künste, der Literatur, der Philosophie, der Rechts- und Naturwissenschaften sucht seit dem frühen Mittelalter stets die Nähe der Antike, die sie sich aneignet, mit der sie sich aber auch auseinandersetzt. In der kontroversen Diskussion über die Antike definiert das neuzeitliche Europa bis heute sein Selbstverständnis (Naturwissenschaften, Humanismus, Menschenrechte, Bildung). Der heutige Begriff von Modernität und Moderne ist programmatisch in der Auseinandersetzung mit der Antike gebildet worden. Für die Darstellung dieser Entwicklung sind im Neuen Pauly drei Bände (13?15) vorgesehen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
In einer sehr detaillierten Rezension würdigt Manfred Fuhrmann viele einzelne Aspekte dieses Bandes und räumt gleichzeitig ein, längst nicht alle Vorzüge genannt zu haben. Vor allem lobt er die ausführliche Übersicht über "alterskundliche Institutionen und Disziplinen" sowie eine Dokumentation über die "Freilegung bedeutender Ruinenstätten wie die Bestände der wichtigsten archäologischen Museen". Allerdings scheinen ihm die Artikel dieses rezeptionsgeschichtlichen Teils in Umfang und Inhalt bisweilen nicht genau genug abgeglichen mit den entsprechenden Lemmata im Hauptteil des Lexikons. Auch führt in seinen Augen der Verzicht auf Artikel zu Personen (da die Wirkungsgeschichte bei Persönlichkeiten häufig - aber eben nicht immer - bereits im Hauptteil berücksichtigt wird) bisweilen zu Lücken, besonders im Bereich des Mythos. Jedoch stünden diese gelegentlichen Unzulänglichkeiten in keinem Verhältnis zu dem, was dort inhaltlich geleistet worden sei.
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