Mit 211 farbigen Abbildungen. Kultige Bilder von Berlin-Ikonen und solchen, die es werden sollten. Der etwas andere Reiseführer zur Hauptstadt! Da steht man nun, um acht Uhr morgens, irgendwo im Zentrum Berlins und will die Stadt erkunden. Also zieht man los: vorbei am Reichstag, durchs Brandenburger Tor, Unter den Linden entlang in Richtung Hackescher Markt, immer weiter. Nach einer Weile kommt dabei vielleicht die Frage auf, was Berlin denn wirklich ausmacht? Die Fotos und Kommentare der beiden jungen Macher Benjamin Tafel und Dennis Orel fangen genau das ein; sie zeigen Berlin und Umgebung auf ganz eigene, ironische Art. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit machen ihre Momentaufnahmen Lust auf mehr, wecken die Neugierde des Besuchers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2004
Rezensent Mark Siemons möchte dieses Berlinbuch als ersten Reiseführer zu Berlins wahren Attraktionen verstanden wissen: das Aquarium einer Neuköllner Kneipe oder die Mülltonne in einer Bunkeranlage. Am besten gefielen ihm die "programmatisch unauffälligen Bilder", die in seinen Augen eigentlich erst das zeigen, weshalb Touristen nach Berlin kämen. Und obwohl auch Siemons bei einigen Fotos manchmal schon nicht mehr weiß: ist dies noch echte oder schon ausgestellte, stilisierte Schrägheit, hat er dem Buch doch einiges abgewinnen können, obwohl er die Texte insgesamt etwas unbedarft findet.
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