Deborah Levy

Was das Leben kostet

Cover: Was das Leben kostet
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2019
ISBN 9783455005141
Gebunden, 160 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Barbara Schaden. "Das Leben bricht auseinander. Wir versuchen es in die Hand zu nehmen, versuchen es zusammenzuhalten. Bis uns irgendwann klar wird, dass wir es gar nicht zusammenhalten wollen." Wenn sich das Leben ändert, tut es dies meist radikal. Deborah Levy und ihr Mann gehen getrennte Wege, ihre Mutter wird bald sterben. Doch die entstehende Lücke bedeutet auch Raum für Neues.  Levy erschreibt sich aus den Bruchstücken ihres alten Selbst ein neues und fragt: Was heißt es, frei zu sein - als Künstlerin, als Frau, als Mutter oder Tochter? Und was ist der Preis dieser Freiheit?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 11.06.2019

Sonja Hartl ist tief beeindruckt von Deborah Levys Gesamtwerk, das für sie so etwas wie eine Erkundung der Herausforderungen ist, denen eine unabhängige Frau im 21. Jahrhundert sich stellen muss. Levys neues Buch knüpft laut Hartl hier an, indem es "in Echtzeit" von den Problemen, aber auch von der Stärke berichtet, die Levy erlebt, als ihre Mutter stirbt, sie sich von ihrem Mann trennt und auf sich gestellt ihr Leben neu erfinden muss. Hinreißend beobachtet, komisch scheinen Hartl die Episoden und voller Wahrheit über die Gesellschaft und die Rolle der Frau. Dass die Autorin zudem auf literarische Begleitung setzt, Duras, Beauvoir und Baldwin zitiert, steigert den Wert der Lektüre für Hartl noch.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 13.04.2019

Peter Praschl liest Deborah Levys zweiten Band ihrer Memoiren mit Freude. Dass die Autorin so pathosfrei vom mutigen Neubeginn einer Frau in mittleren Jahren zu erzählen weiß, auf engstem Raum, dicht und in geschliffenen Sätzen, die sich Praschl am liebsten unterstreichen würde, findet der Rezensent bemerkenswert. Was es heißt, ein neues Zuhause aufzubauen, Kinder großzuziehen und die todkranke Mutter zu pflegen, erfährt Praschl hier auf eindrucksvolle Weise. Eine starke, heroische Geschichte, findet er.