Herausgegeben von Verein der Richter des Bundesverfassungsgerichts. Mit 32 Duplex- und 10 SW-Abb. sowie 15 Zeichnungen. Paul Baumgarten (1900-1984) gilt als ein Architekt, dessen Gebäude sich durch sachliche Qualität und sorgfältige Detaillierung auszeichnen. Charakteristisch für sein architektonisches Werk sind die kühne Proportionierung, die Leichtigkeit und die materialgerechte Konstruktion.Das vorliegende Buch ist eine Gebäudemonographie über das Bauwerk des höchsten juristische Organs der Bundesrepublik Deutschland, das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, welches in den sechziger Jahren von Paul Baumgarten eigens für diese Funktion entworfen wurde und das so auch die Idee einer moderner Rechtsprechung architektonisch zum Ausdruck bringt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.08.2004
In den Medien sieht man die "Fassade mit den Aluminiumplatten" oder "Richter in ihren roten Roben im Sitzungssaal", kritisiert der Rezensent Jürgen Tietz die einseitige "mediale Präsenz" des Bundesverfassungsgerichtsgebäudes. Deshalb nennt er es dankenswert, dass dieser Missstand 25 Jahre nach Fertigstellung des Gebäudes in diesem Buch über die Architekturleistung von Paul Baumgarten behoben wird. Der Gang durch das transparente Bauwerk wird durch die "knappe und präzise" architektonische Beschreibung von Thorsten Bürklin und die Schwarzweißfotografien Florian Profitlichs begleitet. Abgerundet werde alles durch den Beitrag der ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach, denn "sie versteht es, den Lesern Bedeutung und Funktion des Gerichts als ein wichtiges und vorbildliches Stück demokratischer Tradition im Nachkriegsdeutschland nahezubringen".
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