Gelesen vom Autor. Wie geht ein Romancier mit Historie und Erfindung um? Hat der Roman als Gattung Zukunft? Welche eigenen Werke würde man auf eine einsame Insel mitnehmen? Und ist "Der Herr der Ringe" große Literatur? Mit eigenen und fremden Büchern beschäftigt sich Daniel Kehlmann in diesen Essays, mit Autoren aus Europa und Amerika, mit dem Handwerk des Schreibens und dem Abenteuer des Lesens
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Wolfgang Schneider ist von allen drei CDs, die er bespricht und auf denen Daniel Kehlmann eigene Werke liest, begeistert. Und das, obwohl er den Autor wegen seiner "dünnen Stimme" nicht gerade als charismatischen Vorleser charakterisiert. Den hier vorliegenden Essays hört man nicht weniger gefesselt zu als den Romanen, versichert der Rezensent. Er findet die Texte brillant, ob es sich um einen "Werkstattbericht" über die Arbeit am Roman "Die Vermessung der Welt" handelt oder über die Vorzüge von Voltaire, und er würdigt den Autor in weltanschaulichen Fragen als "dezidierten Mann der Aufklärung". Schneider preist die zurückgenommene, gleichwohl emphatische Vortragsart des Autors und ist überzeugt, dass kein professioneller Sprecher ihm hier ebenbürtig wäre. Amüsiert hat der Rezensent in diesem Hörbuch über die Qualen gehört, die dem Autor das Wiederlesen eigener Texte bereiten und ist Kehlmann geradezu "dankbar" dafür, dass er für die CD diese Qualen noch einmal auf sich genommen hat.
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