Immer noch und immer wieder taucht Maria auf - als hoffnungsvoller Vorname, als Kult-Ikone, Wallfahrtsziel oder überzeitliche Kraftgestalt. Was fasziniert die postmoderne Gesellschaft derart an dieser Figur? Das Buch präsentiert subjektive Eindrücke und Bilder aus dem städtischen Leben des 21. Jahrhunderts. Ein kleines Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe, vom Ave Maria über den Marienkäfer bis zur Schwarzen Madonna und 20 vierfarbige, doppelseitige Abbildungen Marienbilder mit Stillleben aus Wohnzimmern und Schaufenstern runden das Buch ab.
Außer Klischees hat dieses Buch in den Augen des Rezensenten Wolfgang Müller wirklich nichts zu bieten. Daniel Hagmanns Beschäftigung mit der Gottesmutter Maria und ihren "mannigfachen Erscheinungsformen" gebe sich weder argumentativ noch analytisch, sondern wolle eher als Querschnitt fungieren. In der Tat, erklärt der Rezensent, kommen in den vierzig Gesprächen, aus denen das Buch besteht, unglaubwürdig zufällig ausgewählte Menschen zu Wort und äußern sich zur Figur der Maria. Zwar ist nicht ganz klar, wem das Gesagte anzurechnen ist (denn Hagmann ist für die Endfassung verantwortlich), aber der Rezensent stellt angewidert fest, dass es vor Klischees und Stereotypen strotzt und dass "Ach Maria" letztendlich zu einem "Dokument postmoderner Beliebigkeit" gerät.
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