Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Müssen wir unser Verständnis von "Leben" neu denken? In seinem Buch erzählt J. Craig Venter von den Rückschlägen und revolutionären Entdeckungen seiner Forschung. Gleichzeitig zeigt er, was die gegenwärtige Biologie kann und die zukünftige können wird: Sequenz für Sequenz passgenaue Organismen herstellen, die Geninformation "beamen", Modellzellen programmieren, mit denen man Versuche am Computer durchführen kann, sowie neuartige Medikamente erstellen und mit Lichtgeschwindigkeit auf der Welt verteilen. Ein Bericht von der Wissenschaft und ein nachdenklich stimmender Einblick in die neue Welt der synthetischen Biologie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.08.2014
Laut Joachim Müller-Jung überschreitet der Autor in seinem neuen Buch nicht selten die Grenze zur Fiktion. Allerdings leidet der wissenschaftliche Gestus bei Craig Venter auch unter dessen extremem Geltungsbedürfnis und seiner kaum zu toppenden Selbstüberschätzung, wie Müller-Jung suggeriert. Fasziniert ist der Rezensent dennoch von dem, was er hier liest. Selbst, wenn Venter von der Herstellung neuer Treibstoffe und dem Ersetzen der Erdölindustrie, laut Müller-Jung ein Steckenpferd des Molekularbiologen und Genom-Unternehmers Venter, in diesem Buch gar nicht spricht. Über die Digitalisierung des Lebens und die Frage, wie Leben zu definieren sei, vermag ihm der Autor radikal und spannend zu erzählen. Aufschluss über die häufig in der Forschung und der Medizin anzutreffende Hybris, erhält der Rezensent obendrein.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…