Jeremy Rifkin

Das biotechnische Zeitalter

Die Geschäfte mit der Gentechnik
Cover: Das biotechnische Zeitalter
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783593384665
Kartoniert, 381 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Susanne Kuhlmann-Krieg. Gen- und Biotechnologie verändern, was wir essen, wie wir arbeiten, wie wir unsere Kinder bekommen und wie wir die Welt um uns herum und uns selbst betrachten. Doch kennen wir auch die Risiken? Jeremy Rifkin untersucht in seiner provokanten Analyse die ökonomischen und sozialen Konsequenzen der genetischen Revolution. Er erkennt die Chancen der Technologie explizit an, will aber auch die Risiken und gesellschaftlichen Veränderungen wahrgenommen wissen. Wie bei der Nuklearenergie werden letztlich die Menschen entscheiden, nicht Wissenschaftler oder Unternehmer. Rifkin bietet Informationen, die jeden befähigen, mitzudenken, mitzureden und mitzuentscheiden.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.01.2008

Einen zwiespältigen Eindruck hat Jeremy Rifkins Buch über das "Biotechnische Zeitalter" bei Rezensentin Annette Jensen hinterlassen. Über den ersten Teil des bereits vor zehn Jahren erstmals publizierten Buchs hat sie sich sehr geärgert, weil er schlicht veraltet ist und der Autor sich nicht die Mühe gemacht hat, ihn zu aktualisieren. Wer sich also über den aktuellen Stand der Bio- und Gentechnik informieren möchte, sollte in ihren Augen besser zu einem anderen Werk greifen. Der zweiten Teil des Buchs, eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Gentechnik, scheint der Rezensentin dagegen höchst interessant und aufschlussreich. Überzeugend zeigt Rifkin für sie hier auf, wie sehr die naturwissenschaftlichen Entwicklungen auf politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen basieren. Er führe etwa vor Augen, dass der Gentec-Markt unter dem Label "Optimierung von Leistungsstandards und Verbesserung der Lebensqualität" die politische Ideologie der Gegenwart widerspiegele. Zudem konstatiere Rifkin eine sich ausbreitende "eugenische Soziologie" und durchleuchte die Denkmuster hinter den Allmachtsphantasien einiger Wissenschaftler. Besonders hebt Jensen die These Rifkins hervor, das herrschende Naturbild rechtfertige die jeweils herrschenden Machtverhältnisse. Sie betont aber auch, dass der Autor die Gentechnik nicht an sich ablehnt, sondern eine Debatte über ihre Anwendung fordert.

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