Wie Tech-Konzerne uns ausbeuten und was wir dagegen tun können
Blumenbar Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783351051433 Gebunden, 477 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Hans-Peter Remmler. Das Internet wird immer schlimmer. Und das ist kein Zufall. Cory Doctorow hat dafür einen Namen: "Enshittification". Das ist der Prozess, durch den Plattformen im Netz dominant wurden, weil sie praktische, zuverlässige Dienste anboten und sie dann systematisch verschlechterten. Sobald Menschen von ihnen abhängig waren, optimierten sie sich für Unternehmen, die dort Geschäfte machen wollten. Dann verschlechterten sie die Konditionen auch für die Unternehmen, bis am Ende nur noch die Investoren profitierten.Dieses Buch ist eine Zerlegeanleitung für Big Tech, ein Fahrplan zur Rückeroberung der digitalen Infrastruktur. Es ist eine Diagnose. Und es ist eine Kur.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.05.2026
Einen wichtigen Angriff auf die großen Digitalunternehmen der Gegenwart stellt Cory Doctorows Buch laut Rezensentin Vera Linß dar. Doctorow zeichnet nach, wie digitale Dienste Menschen an sich binden und gleichzeitig immer schlechter werden. Er zeichnet ein Muster nach, das sich immer wieder wiederholt: Erst werden Nutzer mit einem guten Service angelockt, danach folgen die Geschäftskunden, und wenn das entsprechende Netzwerk so groß ist, dass man es kaum noch verlassen kann, wird es teurer und leistet immer weniger. Tatsächlich lässt sich dieses Schema überall im digitalen Raum beobachten, glaubt Linß, bei Facebook, Adobe und anderswo. Was dagegen tun? Die Politik ist gefragt, argumentiert Doctorow, sie muss Monopolbildung verhindern und dafür sorgen, dass auch kleine Anbieter eine Chance haben. Der Rezensentin leuchtet das ein.
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