Zum 50. Todestag von Hank Williams am 1. Januar 2003: eine umfangreiche und vielseitige Dokumentation. Dominic Raacke liest auf drei CDs die sorgsam gekürzte Biographie von Colin Escott über den Country-Star Hank Williams. Die offizielle Biografie über den Sänger - dessen Autor für seine jahrelange Forschungsarbeit über Hank Williams 1995 mit dem Ralph Gleason Award ausgezeichnet wurde und für die 10 CD/Buchbox "The Complete Hank Williams" einen Grammy erhielt - wird ergänzt durch historisches Tonmaterial (z.B. Radio-Trailer, Hank O-Töne, Beerdigungsrede), Statements von Musikern und anderer berühmter Fans (Minnie Pearl, Kris Kristoffersen, Chet Atkins, Merle Kilgore, Drifting Cowboys-Mitglied Don Helms) sowie musikalische Versatzstücke originaler Hank Williams-Songs. Zusätzlich dazu gibt es eine vierte CD mit 21 Musiktiteln (Hank-Originale und Coverversionen von u.a. Johnny Cash, Townes van Zandt, Sixteen Horsepower, Handsome Family, Old Joe Clarks, Residents) sowie einem Multimediapart mit Fotoalbum und Bildschirmschonern.
Es ist schon eine seltsame Erscheinung um den heiligen Trinker, wenn gutbürgerliche Journalisten zum Todestag dessen Leidensgeschichte genussvoll nacherzählen, stellt Konrad Heidkamp fest - und stört sich daran kein bisschen. Im Gegenteil. Colin Escotts Hank Williams-Biografie, "distanziert entspannt" gelesen von Dominic Raake, hat ihn noch einmal mehr auf den Geschmack der traurigen Legende und guten Geschichte des Country-Sängers gebracht, der mit acht Jahren seine erste Gitarre bekommt und mit elf zu trinken anfängt, der bestimmt kein Shakespeare des Volkes gewesen sei, sondern "ein Mann, dem der blanke Schmerz die Zeilen vorsagt, ob er an seiner Mutter, Frau oder an seinem verwachsenen Rückgrat leidet. Für besonders erstaunlich hält Heidkamp an der Biografie, dass sie sich an die Fakten hält und dabei doch die Geschichten erzählt. Von Vorteil ist seiner Meinung denn allerdings doch die Hörbuchfassung gegenüber über der Druckausgabe: Mehr als vier Stunden Hank Williams müssen nicht sein.
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