Die Personen, die durch diese Tagträume geistern, haben gelebt; aber nicht so, wie sie hier erscheinen. Sie haben sich verwandelt, vermischt, dramatisiert. Wenn jemand trotzdem ihre Spuren und Konturen erkennen sollte, wird er enttäuscht: die Ähnlichkeit mit realen Personen oder Ereignissen ist rein zufällig. Das ist literarisches Gesetz...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2003
Der Theaterintendant Claus Helmut Drese hat hier "fünf flüssig und spannend geschriebene" Erzählungen veröffentlicht, lobt Rezensentin Marianne Zelger-Vogt. In diesen gehe es um die Kunst, in Form von Künstlerschicksalen, die teils real, teils fiktiv seien. Die Erzählungen findet Zelger-Vorgt relativ unterschiedlich, sowohl in der Kunstrichtung, um die es darin gehe, als auch im Hinblick auf die autobiografischen Anklänge und den historischen Hintergrund. Eines jedoch, meint sie, haben sie gemeinsam: "der aufklärerische Glaube an Vernunft und Verständigung und an jene Werte der Kunst" für die Drese "in seiner ganzen Laufbahn eingetreten ist".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…