Klappentext
Aus dem Italienischen von Marina Galli. Lorenzo Baroldi ist leitender Arzt in einem Krankenhaus in Rom. Nachdem ein junger Nigerianer auf seiner Station mit seltsamen, vorerst unerklärlichen Symptomen plötzlich stirbt und Baroldi von zwei ähnlichen Fällen aus anderen Kliniken Kenntnis bekommt, beschließt er, der Ursache der beunruhigenden Todesfälle auf den Grund zu gehen. Zur selben Zeit gibt der Tod eines Unbekannten, der mitten in der Stadt an einem Baukran erhängt aufgefunden wird, Rätsel auf. Baroldi vermutet eine Verbindung zu den unter mysteriösen Umständen verstorbenen jungen Migranten und bittet seinen langjährigen Freund Nario Domenicucci, einen erfahrenen Kommissar aus Genua, um Unterstützung. Immer tiefer geraten die beiden in eine komplizierte Spurensuche, die vom Asylzentrum in Rom bis in die Schweiz und deren berühmte Pharmaindustrie führt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2024
Dass in der Pharmaindustrie nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, ist die Prämisse, auf der der Kriminalroman Claudio Colettas aufgebaut ist, erklärt Hannes Hintermeier. Coletta ist eigentlich Kardiologe, verrät der Rezensent, sein Protagonist ist Chefarzt in einem römischen Krankenhaus, wo er mit dem mysteriösen Tod eines nigerianischen Patienten konfrontiert wird. Die Spuren führen ihn mit Hilfe eines alten Freundes aus der genuesischen Kriminalpolizei in Flüchtlingsunterkünfte und schließlich zu den kriminellen Machenschaften von Schweizer Pharmaunternehmen. Das mit "Insiderwissen" gut gefüllte Buch geht nicht immer stringent vorwärts, sondern schweift bisweilen ab - nicht herausragend, aber alles in allem anständig, resümiert der Kritiker.
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