Clare Furniss
The Things We Leave Behind
(Ab 14 Jahren)

Rotfuchs Verlag, Berlin 2025
ISBN 9783757101954
Gebunden, 336 Seiten, 19,90 EUR
ISBN 9783757101954
Gebunden, 336 Seiten, 19,90 EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Anne Brauner. London in der nahen Zukunft. Clem feiert ihren 15. Geburtstag mit Freunden und Familie - ein letzter glücklicher, leuchtender Tag, bevor sich alles für immer verändert. Ein zunehmend totalitär agierender Premierminister ist an die Macht gekommen. Unliebsame Bürger und Bürgerinnen verlieren ihre Jobs, Menschen mit nicht-britischen Wurzeln sollen ausgewiesen werden. Auch Clems Stiefmutter wird in ein Internierungslager deportiert. Als Unruhen ausbrechen und die Regierung immer gewalttätiger vorgeht, müssen Clem und ihre kleine Schwester Billie allein aus London fliehen. Sie machen sich auf den Weg aufs Land zu Clems Großvater. Dort lernt Clem Jonas kennen, der heimlich gegen die Regierung arbeitet und der ihr bald mehr bedeutet, als ihr lieb ist. Doch auch auf dem Land machen sich Hass und Misstrauen breit, und es wird zu gefährlich, auch für Großvater, wenn Clem und Billie bleiben. Die Flucht führt sie weiter nach Schottland. Wartet dort ein neues Leben in Sicherheit auf die Schwestern?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2025
Als ein tolles Jugendbuch über eine Familie, die durch politische Unterdrückung auseinandergerissen zu werden droht, beschreibt Rezensent Fridtjof Küchemann diesen Band. Clare Furniss war als Pressesprecherin des Londoner Bürgermeisters nah dran an der Politik, und das merkt man laut Rezensent diesem Buch an, in dem sie eine Zukunftsvision entwirft, in der Großbritannien von einem Autokraten namens Toby Knight regiert wird. Küchemann fühlt sich unter anderem an das Trump'sche Amerika erinnert. Knight geht unbarmherzig gegen Andersdenkende und Migranten vor, der Vater der Hauptfigur Clem muss untertauchen, ihre aus Jamaica stammende Stiefmutter Claudia wird, erzählt Küchemann, abgeschoben. Besonders gut gefallen Küchemann die emotionalen Nuancen in den Figurenbeschreibungen. Auch eine Volte gegen Ende, die die bisher erzählte Geschichte auf interessante Art in Frage stellt, hat es dem insgesamt zufriedenen Küchemann angetan.
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