Dissertation. Friedrich August von Hayek ist der wohl bedeutendste Vertreter der klassisch-liberalen politischen Ökonomie des 20. Jahrhunderts. Der Einfluss des von Hayekschen Forschungsprogramms auf die Wirtschaftswissenschaft hält sich jedoch in überschaubaren Grenzen. Die Erinnerung an von Hayek und die Wertschätzung seines Werkes gelten eher seinen politischen politischen Visionen denn seinen ökonomischen und politischen Analysen. Christopher Holl zeigt, dass diese Einschätzung dem von Hayekschen Werk nicht gerecht wird. Im Mittelpunkt seiner Untersuchung steht die institutionenökonomische Lesart des von Hayekschen Werks. Dadurch wird verdeutlicht, dass von Hayek mehr war als ein politischer Ideologe oder Visionär. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass von Hayeks kognitionstheoretische Institutionenanalyse nicht nur bahnbrechende ökonomische Erkenntnisse hervorbringt, sondern dass seine Einsichten einen fruchtbaren Boden für weiterführende Forschungsarbeiten darstellen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2006
Als "insgesamt sehr lesenswerte Arbeit" lobt Rezensent Norbert Tofall dieses Buch über Weiterentwicklungen der Hayekschen Institutionenökonomik, das Christopher Holl verfasst hat. Er hebt hervor, dass der Autor nicht nur Berührungspunkte zwischen der Modernen Institutionenökonomik und dem Werk Hayeks analysiert, sondern auch einzelne Ansätze präsentiert, die eine Weiterentwicklung darstellen. Nach einer Klärung grundlegender Begriffe zeichne Holl die Erkenntnistheorie und Methodologie sowie die unterschiedlichen Arten von Institutionen in Hayeks Werk nach, um dann Hayeks Theorie der kulturellen Evolution und einige Aspekte der Spieltheorie zu erläutern sowie dessen Sozialismuskritik als komparative Institutionenanalyse aufzuarbeiten. Weiterhin stelle der Autor den verfassungsökonomischen Ansatz von James Buchanan und die sogenannte Neue Wirtschaftsgeschichte von Douglass North im Verhältnis zur Hayekschen Institutionenökonomik dar. Im Blick auf das Verhältnis von North und Hayek vermisst Tofall allerdings eine Erklärung wirtschaftlichen Wandels anhand von Norths drei (Teil-)Theorien der Eigentumsrechte, des Staates und der Ideologie, die auch bei Hayek von zentraler Bedeutung sind.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…