Christoph Poschenrieder

Der Spiegelkasten

Roman
Cover: Der Spiegelkasten
Diogenes Verlag, Zürich 2012
ISBN 9783257067880
Gebunden, 223 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Ein junger Mann vertieft sich in die Kriegs-Fotoalben seines Großonkels aus dem Ersten Weltkrieg. Und je mehr er sich fragt, wie dieser der Hölle unversehrt entkommen konnte, umso tiefer gerät er selbst hinein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2012

Tja, verreißen geht nicht bei diesem Roman, obwohl Rezensent Christian Schärf eine merkliche Distanz zu seinem Leseerlebnis signalisiert. Der Roman spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen, erläutert Schärf, und er beschäftigt sich in - eben doch nicht toter - postmoderner Art mit der virtuosen Verschränkung und Verspiegelung dieser Ebenen. Er führt ja den Spiegel schon im Titel an. Und er tut all diese auf manchmal sogar unterhaltsame Art, auch wenn er vom Leser ständige Aufmerksamkeit verlangt. Aber dann die Rezensenten-Frage: "Wozu?" Poschenrieder geht in seinem zweiten Roman zwar ein großes Risiko ein, konzediert Schärf, aber es bleibt für ihn nur bei einer bloß "reizvollen Suggestion von Sinn hinter dem Spiel".

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