Das "Lexikon der Ethik" konzentriert sich vor allem auf den Bereich der ethischen Basistheorien und der zu diesen gehörenden Grundkategorien und Kontroversen. Darüber hinaus informiert das Lexikon nicht nur aus Sicht der deutschsprachigen, sondern auch aus der Perspektive der niederländischen Diskussion, so dass auch Traditionen und Ansätze, die im deutschsprachigen Raum weniger zur Geltung kommen, vertreten sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2006
Recht solide findet Oliver Müller dieses von Jean-Pierre Wils und Christoph Hübenthal herausgegebene "Lexikon der Ethik", das einen Überblick über diese höchst lebendige philosophische Disziplin geben will. Den Aufbau der Einträge wertet Müller als "informativ, knapp und verständlich". Mit der Auswahl der erläuterten Begriffe ist er grundsätzlich einverstanden, auch wenn er zu verstehen gibt, dass man es in diesem Punkt wohl nie allen recht machen kann. Er wundert sich jedenfalls über das Fehlen von Einträgen wie "Zweck / Ziel", "Interesse" oder "Anerkennung", freut sich allerdings zugleich über einige unerwartete "aparte" Einträge wie "Epikie" oder "informed consent". Das vergleichbare "Handbuch Ethik" aus dem Metzler-Verlag bietet nach Ansicht Müllers zwar "einiges mehr", fällt aber zugleich etwas "zugeknöpfter, schwieriger" aus. Das vorliegende "Lexikon der Ethik" scheint demgegenüber besser für Anfänger geeignet.
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