Christoph Burgmer

Streit um den Koran

Die Luxenberg-Debatte. Standpunkte und Hintergründe
Hans Schiler Verlag, Berlin 2004
ISBN 9783899300673
Kartoniert, 144 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Mit Beiträgen von Ange­lika Neuwirth, Nasr Hamid Abu Seid, Michael Marx und Chri­s­toph Luxen­berg u.a. Streit um den Koran ist eine Einfüh­rung, nicht nur in den inno­va­tiven und kontro­versen Forschungsansatz Luxen­bergs, sondern auch in das weite Feld der Koran­for­schung und die Geschichte der Kora­n­aus­le­gung. -Martin Bauschke, zeit­zei­chen-.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.09.2004

Mit seiner syro-aramäischen Lesart des Korans hat der Islamwissenschaftler Christoph Luxenberg vor einigen Jahren für großen Aufsehen gesorgt. Bekannt wurde vor allem seine auf die aramäische Sprache gestützte Neuinterpretation des islamischen Paradieses, nach der nicht Jungfrauen, sondern Weintrauben dort auf die Märtyrer warteten. Dies mag umstritten sein, doch sein Grundansatz, den Koran, aus den Sprachen seiner Zeit und historischen Gegebenheiten zu erklären, stößt auf großes Interesse bei der hier rezensierenden Edith Kresta. Der vorliegende Band will die um Luxenbergs Thesen geführte Debatte unter Islamwissenschaftler, Korangelehrten und Arabisten widerspiegeln, aber auch einer breiteren Leserschaft zugänglich machen, wie Kresta interessiert berichtet. Beigetragen haben unter anderen auch der ihrer Einschätzung nach wohl bedeutendste islamische Philosoph der Gegenwart, Nasr Hamid Abu Zaid, der die Vielstimmigkeit und diskursive Struktur des Korans stark machen will, aber auch der Soheib Bensheik, der Großmufti von Marseilles, den Kresta als einen der streitbarsten Rechtsgelehrten des Islams schätzt.
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