Früher ging es um Blut, Schweiß und Tränen, heute geht es um Glanz, Glamour und Gloria: Aus Schuhfabriken wurden Event-Marketingagenturen, die das Universum der Superstars neu sortierten. Bei Olympischen Spielen wetteifern adidas und Nike um die globale Führerschaft in der visuellen Kultur - und die Marke ist die Botschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2000
Marc Degens hält dieses Buch für eine "anregende Lektüre - nicht nur für Schuhfetischisten". Deutlich wird hier seiner Ansicht der teilweise recht unterschiedliche Werdegang der beiden Sportfirmen adidas und Nike. Darüber hinaus werde "ungemein anschaulich und unterhaltsam" aufgezeigt, wie sich das Sportmarketing und auch die Rolle des Sports bei der Jugendkultur in den letzten Jahren verändert hat. Und so scheint Degens mit dem Autor übereinzustimmen, wenn dieser nach seinen eigenen Worten den Wandel der `Sportartikel-Industrie zum medien- und stargestützten Lifestyle-Business` aufzeigen wollte. Als Beispiel dafür nennt Degens die Veränderungen im Verhältnis von Sportfirma zum Spitzensportler. So habe beispielsweise Adi Dassler in der Zeit nach dem Krieg den Sportlern ihre Ausstattung kostenlos zu Verfügung gestellt. Später jedoch wurde diese Ausstattung von den Sportlern regelrecht eingefordert - weil sie sonst zur Konkurrenz wechseln würden. Gerade im Fall von Nike wird nach Degens besonders deutlich, wie sehr Werbekampagnen auch auf einzelne Sportler zugeschnitten waren, etwa was den Basketballspieler Michael Jordan betrifft.
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