Ausstellungen als eigenständige Kunstwerke sind das zentrale Thema dieser Arbeit. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckten zahlreiche Künstler die Ausstellung als Medium, das den Werken durch Abfolge, Zuordnung, Konfrontation und Raumsituation eine über ihre singuläre Gestalt hinausreichende Bedeutung beimaß. Nach knapper Einführung in die Geschichte der Kunstausstellung werden Grundlagen der Ästhetik als philosophischer Disziplin kurz erläutert. Im Anschluss werden exemplarische Künstlerausstellungen vorgestellt, die in ihrer historischen Abfolge die Entwicklung der Ausstellung aus ihrer einst dienenden Funktion zum eigenen Kunstwerk belegen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2001
Andreas Strobl hält dieses Buch als "handliche Übersicht" über die Ausstellung als Gesamtkunstwerk durchaus für brauchbar, auch wenn er so manche "Mängel im Detail" diagnostiziert hat. So wundert er sich beispielsweise, dass diese Dissertation einer Architektin sich nur wenig mit dem Umgang von Künstlern mit dem Raum befasst. Doch mit der Auswahl der von Stoelting untersuchten Ausstellungen, die von der 14. Ausstellung der Wiener Sezessionisten bis zur Fluxus-Bewegung reichen, ist Strobl offenbar recht zufrieden. Besonders gut gefällt ihm die Idee, die "Duchampsche Privatretrospektive in Form der 'Schachtel im Koffer' aufzunehmen", bei der der Künstler mit "Reproduktionen der eigenen Werke zum Handlungsreisenden" wurde. Bedauerlich findet Strobl allerdings, dass der Band keine "großzügigen Abbildungen der Kunsträume" enthält.
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