In seinem "Zukunftsentwicklungsroman" wagt Christian Lutz einen szenarienhaften Ausblick ins nachindustrielle Zeitalter und macht zahlreiche Entwicklungen anschaulich nachvollziehbar: Technologien, Organisations- und Führungsmethoden, individuelle Lebens- und Beziehungsmuster, Industrie- und Produktdesign, Wohnformen, Mode, Raumordnung und Verkehr, Lifestyle, Werte und kulturelle Muster, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Der zweite Teil vermittelt die Hintergründe zu den geschilderten Szenarien und zeigt - ausgehend von den Tendenzen zu Beginn des dritten Jahrtausends -, warum sich die Gesellschaft auf ein kulturelles Zeitalter zubewegt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2003
Der "cav." zeichnende Rezensent lässt offen, wie schlüssig er Christian Lutz' Argumentation über den zukünftigen gesellschaftlichen Status von Frauen wirklich findet. Zumindest in "formaler Hinsicht" sieht er einen deutlichen Fortschritt gegenüber seinen früheren Publikationen. Das liege vor allem an der erfolgten Trennung zwischen "narrativem" beziehungsweise "analytisch-theoretischen Teil". Inhaltlich scheint er trotzdem nicht sonderlich von diesem Zukunftsentwicklungsroman überzeugt: Lutzs Thesen sind nach Ansicht des Rezensenten "ungebrochen technik- und marktgläubig". Freude an der Lektüre dürften deshalb vor allem "Unternehmensberater und Schönheitschirurgen" haben.
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