Herausgegeben von Perter Goessel. Das Buch stellt mit zahlreichen Fotografien und Skizzen das sogenannte "Case Study House" Programm vor, ein Bauvorhaben, das zwischen 1945 und 1966 in Los Angeles stattfand um das moderne Haus neu zu definieren. Komfortabel und kostengünstig sollte modernes Wohnen sein und so entstanden 36 Prototypen von Häusern, die dem US-amerikanischen Bauboom der 50er und 60er Jahre gerecht wurden. Mit Fotografien, Szizzen und Bodenplänen, dokumentiert und veranschaulicht das Buch dieses Architekturprojekt der Nachkriegszeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.03.2002
Kritisch aber zugleich überaus beeindruckt bespricht Daniel Kothenschulte diesen Band zu den Case Study Houses. Der Band, der einen guten Einblick in Julius Schulmans Fotografien der "Prototypen moderner Klassiker in Los Angeles" gebe, sei nicht nur sehr informativ sondern angesichts seines großen Formates und seiner Stärke mit 150 Euro auch durchaus preisgünstig. Das Lob des Rezensenten beschränkt sich allerdings auf den bildlichen Teil des Bandes, denn an der Autorin hat er zu bemängeln, dass sie "jede Architekturkritik vermeidet". Und diese wäre seiner Ansicht nach durchaus angemessen. Schließlich hätten die diversen Architekten der Case Study Houses ihr eigenes Ziel nicht erreicht: modernes Wohnen erschwinglich zu machen.
Folgt man Brigitte Werbeburg, so ist alles an diesem Buch prächtig: die Fotografien, die abgebildeten Häuser und der Dokumentationsband selbst, der umfangreich und dreisprachig als kostbares "Coffee-Table-Book" in Erscheinung tritt. Die meisten der Fotografien stammen von Julius Shulman, informiert uns Werneburg, der viele der Bilder bekannt vorkommen, weil es sich bei den abgebildeten Häusern um "Ikonen modernen Wohnens" handelt - wie etwa die "Case Study Houses" aus einem seinerzeit innovativen Musterhausprogramm in Los Angeles in den Jahren 1945 bis 1966. Aber gerade weil alles so prachtvoll ist, bemerkt Werneburg, müsse man festhalten, dass dieses Musterhausprogramm letztlich fehlgeschlagen sei, da es ursprünglich kostengünstige Wohnmöglichkeiten für Kleinfamilien bezweckte. Zugeschlagen haben dann wohlhabende Bauherrn, gebildete Käufer und die bekanntesten Architekten der Zeit wie Richard Neutra, Eero Saarinen, Charles und Ray Eames sowie Pierre Koenig.
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