Klappentext
Aus dem Englischen Jan Szlovak. Nach einer behüteten Kindheit als Sohn einer reichen Familie im kolonialen Jamaika, mit den Hausfreunden Errol Flynn und Ian Fleming, gründet Chris Blackwell 1959 in England das Plattenlabel Island Records und ist für den kometenhaften Aufstieg dieses Labels und seiner Künstler verantwortlich: Bob Marley, U2, Tom Waits, Nick Drake, John Martyn oder Cat Stevens - sie alle erlangen Weltruhm, weil ihre Songs von ihm produziert werden. Wie nebenbei erfindet er die Popmusik des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt im legendären Compact-Point-Studio, das er später auf den Bahamas gründet. Robert Palmer geht hier ein und aus, und Grace Jones vergrault durch ihr ständiges Pfeifen der James Bond-Titelmelodie dessen Darsteller Sean Connery. Voller überraschender Begegnungen und illustrer Geschichten liest sich das Leben von Chris Blackwell wie ein Abenteuerroman: Als die Boxen in den Bäumen hingen ist ein Streifzug voll Rhythmus und Melodie durch die Jahrzehnte, die die Popmusik bis heute prägen.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2026
Rezensent Ueli Bernays entdeckt in der Autobiografie von Island-Records-Gründer Chris Blackwell eine Menge Lektüreschätze für Musikenthusiasten. Wie zusammengebastelte Soundsysteme die Musikszene Jamaicas veränderten, wie aus Ska Reggae wurde und Blackwells Label zum Startpunkt für die Karrieren von Steve Winwood oder Bob Marley, beschreibt der Autor laut Bernays mit bemerkenswerter Bescheidenheit. Nebenbei geht es in diesem Buch auch immer um die Überwindung von Rassismus, so Bernays.
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