Herausgegeben von der Stiftung Etta und Otto Stangl, Text von Cathrin Klingsöhr-Leroy. Mit 83 Abbildungen, davon 69 farbig. Franz Marc (1880-1916) gehörte zu den Protagonisten der Avantgarde im beginnenden 20. Jahrhundert, sodass grundlegende Publikationen zu seinem Werk und seinen theoretischen Ansätzen schon vorliegen. Dennoch lassen sich nach wie vor Neuentdeckungen machen. Dazu gehören die in diesem Buch vorgestellten, bisher unveröffentlichten Dokumente - Briefe von Klee, Delaunay, Macke, Kokoschka und Kubin sowie Aufzeichnungen und Skizzen von Marc selbst -, die neues Licht auf einzelne Aspekte des Oeuvres von Franz Marc werfen.
Stefan Koldehoff zeigt sich in einer Doppelbesprechung von Büchern zu Franz Marc von diesem Dokumentenband alles in allem sehr angetan. Das "hervorragend edierte" Buch versammelt viele bislang unbekannte Dokumente, wie zum Beispiel ein Heft zur Farbenlehre des expressionistischen Malers oder Korrespondenz von Else Lasker-Schüler, die besonders in Hinblick auf die "bezaubernd-poetischen Postkarten" Marcs lesenswert sind, so der Rezensent erfreut. Zwar hat er durchaus einige wenige "ärgerliche Fehler" im Inhalt gefunden, insgesamt aber findet er, dass Klingsöhr-Lorey dieses Buch "klug kommentiert" hat. Damit wird das "ohnehin facettenreiche Bild"des Malers weiter komplettiert, so Koldehoff sehr zufrieden.
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