Catherine O'Flynn

Was mit Kate geschah

Roman
Cover: Was mit Kate geschah
Atrium Verlag, Zürich 2009
ISBN 9783855355808
Gebunden, 270 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Cornelia Holgfelder von der Tann. Kurt, Wachmann im Einkaufszentrum Green Oaks, traut seinen Augen nicht: Eines Nachts sieht er auf dem Monitor ein kleines Mädchen durch die menschenleeren Gänge irren. Das Mädchen sieht genauso aus wie die kleine Kate, die Kurt kannte und die vor zwanzig Jahren spurlos verschwand. Niemand glaubt Kurt, nur Lisa aus dem Plattenladen macht sich mit ihm auf die Suche durch die endlosen Weiten von Green Oaks. Ein aufsehenerregender Debütroman über die Selbstentfremdung in einer konsumorientierten Welt, über Einsamkeit und über ein bemerkenswertes Mädchen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2009

Ein Debütroman wie ein Harry-Potter-Film. Julia Bähr meint das als Lob und spielt damit auf das Spannende und Verspielte des Buches von Catherine O'Flynn an. Die Geschichte an sich (ein Mädchen verschwindet und begegnet einem gelangweilten Wachmann als Geist) findet sie nicht unbedingt originell. Im feinen zynischen Witz der Autorin und ihrer Art, den Leser durch Bewusstseinströme der Figuren in eine bestimmte Perspektive hineinzuziehen, sieht sie die Qualitäten dieser Lektüre. Selbst konventionelle Figuren werden so für die Rezensentin greifbar, und es bewegt sich was im Plot. Am Ende wird Bähr sogar mit einer Erklärung für das Verschwinden der Hauptfigur belohnt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.07.2009

Die Erneuerung des Sozialdramas im Gewand eines so packenden wie "traurigen" Krimis, der zugleich auch noch Gespenstergeschichte und Märchen ist, bewundert Katharina Granzin im Debütroman von Catherine O'Flynn. Wenn die britische Autorin vom schwierigen Leben der bei der Großmutter aufwachsenden Kate schreibt, die eines Tages spurlos verschwindet, merkt ihr die Rezensentin an, dass sie sich in dem in der englischen Provinz angesiedelten ärmlichen Milieu gut auskennt. O'Flynn kontrastiert die Detektivspiele der Zehnjährigen mit der schönen neuen Überwachungswelt der Shopping-Mall und mitunter wird Granzin der kulturpessimistische Zug, der sich hier entwickelt, etwas zu penetrant. Wenn sich aber die Geschichte am Ende ins Märchenhafte auflöst, dann findet das die dankbare Rezensentin wieder sehr tröstlich.

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