Mit einem Vorwort von Ulrich van Suntum. Herausgegeben von Werner Ernst, Werner Hoppe, Hans D. Jarass, Ulrich van Suntum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.01.2001
Karen Horn zeigt sich recht angetan von diesem Buch, dem sie - trotz seines wissenschaftlichen Anspruchs - eine gute Lesbarkeit attestiert. Obwohl die Ergebnisse des Autors eher ernüchternd seien, so herrsche in seinen Ausführungen kein klagender Ton vor. Es dominiere vielmehr die sachliche Analyse, etwa dort, wo der Autor deutlich mache, dass bei der EU-Osterweiterung weniger eine "klare Zweckorientierung" das Handeln bestimmt, sondern "politisches Geschacher auch auf Nebenschauplätzen". Das Scheitern von Reformen liegt nach Rolle daher häufig in einer nicht ausreichenden Berücksichtigung der "politischen Zusammenhänge". Ansonsten geht Horn ausführlich auf den Inhalt von Rolles Thesen und Analysen ein und weist darauf hin, dass sich der Autor u. a. ausgiebig mit der Bedeutung und Handhabung von Transfers beschäftigt, wobei er ihrer Ansicht nach seine Thesen durch ein "mit bestechender Klarheit angewandtes spieltheoretisches Instrumentarium" untermauert. Auch Verbesserungsvorschläge bietet der Autor in diesem Buch, wie die Rezensentin betont: so plädiere er etwa für eine stärkere Transparenz bei Kompensationsprozessen in der EU, die zu Kosteneinsparungen führen würde, oder auch für eine "Veränderung der Stimmenverhältnisse im Ministerrat".
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