Carlo Masala

Den Blick nach Süden? Die NATO im Mittelmeerraum (1990-2003)

Fallstudie zur Anpassung militärischer Allianzen an neue sicherheitspolitische Rahmenbedingungen
Cover: Den Blick nach Süden? Die NATO im Mittelmeerraum (1990-2003)
Nomos Verlag, Baden-Baden 2003
ISBN 9783832903718
Broschiert, 316 Seiten, 74,00 EUR

Klappentext

Wie wohl kaum ein anderes Thema in den vergangenen Jahren hat die Frage nach der Zukunft der NATO die akademische Disziplin der Internationalen Politik beschäftigt. Die dazu geführte Debatte konzentrierte sich dabei auf die Frage warum die NATO an Bedeutung verlieren wird oder warum sie weiterexistieren wird. Den realen Veränderungsprozessen, die die Allianz seit 1990 durchlaufen hat, wurde dabei kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die vorliegende Studie setzt bei dieser Frage an. Sie versucht den Wandel der NATO unter theoretischen Gesichtspunkten zu analysieren. Der Fokus der empirischen Analyse liegt dabei auf einer Region, die nicht nur von NATO-Offiziellen, sondern auch von vielen Wissenschaftlern als die größte sicherheitspolitische Herausforderung für transatlantische Sicherheit und Stabilität im 21. Jahrhundert erachtet wird: dem Mittelmeerraum. Ob und wenn ja wie sich die NATO auf diese Herausforderung eingestellt hat, ist Gegenstand des vorliegenden Buches.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.01.2005

Als plausibel und gründlich bezeichnet Stefan Fröhlich die Studie des Kölner Politikwissenschaftlers Carlo Masala über die Entwicklung der Nato nach 1990. Fröhlich folgt Masalas Ausführungen, beginnend mit der "Londoner Erklärung" von 1990, die eine drastische Truppenreduzierung und eine Neuformulierung der Aufgaben der militärischen Allianz zur Folge hatte. Masalas These vom Wandel des Bündnisses zu einem "Organisationsrahmen für Ad-Hoc-Koalitionen", die meist von Washington angeführt würden, pflichtet Fröhlich. Dies garantiert einerseits ein hohes Maß an Flexibilität, analysiert Fröhlich weiter, führe andererseits aber auch dazu, dass die Vormachtstellung der Vereinigten Staaten im Bündnis nicht mehr unangefochten sei. Mittelfristig könne dies ein ernsthaftes Problem für die Nato darstellen, überlegt Fröhlich, gerade der Irak-Krieg habe gezeigt, wie schwierig eine Interessenübereinstimmung zwischen Amerika und Europa herzustellen sei.
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