Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger. Heinrich Archer, genannt Hades, das kriminelle Mastermind von Sydney, wird bedroht. Er 'bittet' Detective Frank Bennett, den Kollegen seiner Tochter Eden, um diskrete Hilfe, denn die Spuren könnten tief in das faszinierende, gewaltsatte Vorleben von Hades führen. Gleichzeitig hat Eden, Top-Detective bei der Mordkommission mit dem seltenen Talent, Verbrecher aufzuspüren und zur Strecke zu bringen, einen extrem schwierigen Auftrag: Drei Mädchen sind verschwunden, und die Spur führt sie zu einer verlassenen Farm, auf der sich ein Serienkiller rumtreibt. Sie begibt sich dort undercover in eine Kommune, ein rabenschwarzes, gefährliches Paralleluniversum mit Mördern und Vergewaltigern. Sie muss all ihre erstaunlichen Fähigkeiten einsetzen, um zu überleben. Zudem ist ihre Beziehung zu ihrem Partner Bennett kompliziert, beide sind traumatisiert, und dass Bennett gerade auf Alkohol und Drogen ist, macht die Sache nicht einfacher. Aber die beiden sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2016
Candice Fox' "Eden" heimst bei Rezensent Kai Spanke viel Lob ein. Nach "Hades" ist "Eden" der zweite Teil einer düsteren Trilogie um das sinistre Geschwisterpaar Eden und Eric bei der Mordkommision von Sydney. Bei Tag Vorzeige-Polizisten, meucheln Eden und Eric bei Nacht in "Dexter"-Manier die Bösewichte die durch das Raster der Justiz fallen. Auch ihr Vater ist kein unbeschriebenes Blatt, betreibt er doch einen Schrottplatz auf welchem er gegen ausreichend Entlohnung Leichen verschwinden lässt. Spanke lobt vor allem die mutige Erzählweise von Fox und freut sich über die "süffisant und chauvinistische" Art des Erzählers und in Eden verknallten Polzeikollegen Frank. Auch die Frage nach Schuld findet Spanke interessant verhandelt. An den Vorgänger komme "Eden" leider trotzdem nicht ran.
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