Aus dem Amerikanischen von Hannes Meyer. Es ist ein Ort, an dem die Arbeit für gewöhnlich hart, Geld knapp und die Natur prächtig ist, durchgezogen vom Band des Yellowstone River, mit den Rockies am Horizont. Für die Männer in Callan Winks Stories ist es der letzte beste Ort und ihr Zuhause. Doch jeder von ihnen läuft Gefahr, in der Weite des heutigen American West verloren zu gehen: Einer bezahlt einen Faustschlag mit zwei Jahren Gefängnis. Ein anderer schmeißt alles hin, um auf einer Farm zu schuften. Und noch ein anderer befreit aus Mitleid einen Hund, kurze Zeit später flieht er vor zwei bewaffneten Verrückten quer über die Felsen durch die Nacht, barfuß und nackt …
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.11.2016
Gibt es "wuchtige Dezenz"?, fragt sich Christoph Schröder am Ende dieser Erzählungen, mit denen der amerikanische Erzähler Callan Wink laut Schröder ein kraftvolles, aber eben auch zurückhaltendes Debüt gegeben habe. Winks Geschichten erzählen von Menschen, deren Leben aus dem Lot geraten sei, erklärt der Rezensent, doch auch wenn sie alle im amerikanischen Hinterland angesiedelt seien, herrsche in ihnen weniger die viel zitierte Aggressivität als vielmehr Apathie. Besonders auffällig findet der Rezensent, wie beiläufig Wink das Spektakuläre inszeniert. Das Gewaltvolle und Erschreckende ereigne sich hier wie selbstverständlich. Und besonders ein Satz bleibt ihm haften, den ein Saisonarbeiter am Ende des Sommers zu hören bekommt: "Du musst nicht nach Hause gehen, aber hier kannst Du nicht bleiben."
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