Boris Strugatzki

Die Suche nach der Vorherbestimmung

oder Der siebenundzwanzigste Lehrsatz der Ethik. Roman
Cover: Die Suche nach der Vorherbestimmung
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2005
ISBN 9783608937718
Gebunden, 437 Seiten, 21,50 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Erik Simon. Boris Strugatzki hat einen Roman voller Ironie und unheimlicher Ideen geschaffen. Dieses Meisterwerk der neueren russischen Phantastik ist ein Ereignis, nicht nur für die große Gemeinde der Strugatzki-Freunde. Stanislaw Krasnogorow - Programmierer auf dem Gebiet Künstlicher Intelligenz und Amateurschriftsteller - ahnt, daß in seinem Leben nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Der Tod scheint keine Macht über ihn zu haben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.04.2005

Für ein Buch, das so schreckliche Erlebnisse abhandelt, ist "Die Suche nach der Vorherbestimmung" ausgesprochen gut gelaunt ausgefallen, wundert sich Burkhard Müller. Genauer gesagt, handelt es sich um zwei Bücher beziehunsgweise um ein Buch im Buch, und nur das erste findet wirklich Gnade vor den Augen des Kritikers. In diesem Buch im Buch, dem einzigen und nie veröffentlichten Roman von Strugatzki, berichtet dieser aus der Perspektive des kleinen Jungen von seiner Kindheit, von Hunger und Tod in der belagerten Stadt Leningrad, so Müller; eingerahmt wird dieser Bericht von einem weiteren Journal, das ein Geheimdienstler anlegt, der versucht einem parapsychologischen Phänomen auf die Spur zu kommen, das Strugatzkis Helden immer wieder das Leben rettet. Das phantastische Element, das Strugatzki seinem Roman hinzugefügt hat, ist in den Augen des Rezensenten nicht mehr als ein "Taschenspielertrick", ein "Silvesterkracher", aus Übermut angezündet, aber ohne inhaltliche Bedeutung. Man hört ihn gar nicht, gesteht Müller, der die Übersetzung von Erik Simon als äußerst gelungen lobt, welche den Roman auch an den weniger bedeutenden Stellen durch lebendige Dialoge und Personenbeschreibungen rette.
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