Englisch-deutsche Ausgabe. Der in Russland geborene Boris Carmi ist einer der Pioniere des israelischen Fotojournalismus. Fünf Jahrzehnte lang, seit den 40er Jahren, dokumentierte er Leben und Gesellschaft des zerrissenen Landes mit menschlichem Blick: von den letzten Jahren unter britischem Mandat, über die Staatsgründung 1948 bis zur Ankunft der Einwanderer aus aller Welt. Neben Krieg und Politik zeigt Boris Carmi den israelischen Alltag: Er porträtiert Schauspieler, Dichter, Künstler und immer wieder schöne Frauen. Die Menschen waren es, die ihn - inmitten der Konfrontationen - am meisten interessierten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2005
Die ersten Bilder seien noch in Deutschland entstanden, als der in Moskau geborene Boris Carmi von 1936 bis 1939 auf Auswanderungspapiere nach Palästina wartete, berichtet Rezensentin Felicitas von Lovenberg. Auf der Schiffspassage nach Jaffa und während der ersten Zeit als Einwanderer habe sich Carmi dann sehr schnell vom Amateur zum Profifotografen entwickelt. Bis zu seinem Tode im Jahr 2002 sei Carmi ein Beobachter des "gewöhnlichen Lebens" gewesen, so die Rezensentin, mit seinen Fotografien habe er "keinerlei ideologische Mission" verfolgt. Das Bild Israels auf den Bildern Carmis sieht für Lovenberg aus wie eine "weitverzweigte Familie" und erinnere eher an die Filme Fellinis als an die von Ingmar Bergman. Auch für den Fotografen Boris Carmi hat die Rezensentin ein Bild, er sei ein "beredter Erzähler" gewesen, weil er den Menschen, dem Alltagsleben zuzusehen verstand.
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