Björn Kuhligk

Die Sprache von Gibraltar

Gedichte
Cover: Die Sprache von Gibraltar
Hanser Berlin, Berlin 2016
ISBN 9783446252912
Gebunden, 88 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

2014, als es noch leichtfiel, all die Menschen auf der Flucht als Problem der Mittelmeeranrainer zu verdrängen, ließen Björn Kuhligk die Berichte vom berüchtigten Grenzzaun von Melilla nicht mehr los. Er reiste dorthin, um sich ein Bild zu machen und eine Sprache für das zu finden, was er sehen würde.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.10.2016

Philipp Bovermann vermisst zuweilen die alte Schärfe des Autors beim Lesen von Björn Kuhligks Langgedicht-Bericht aus der Exklave Melilla. Irgendwo im Kopf des Rezensenten schrillt ein Alarm, wenn der Autor seinen westlichen Wohlstand gegen die Situation der Flüchtlinge setzt und die "Schuldkröte" schluckt. Bisweilen kommt es Bovermann vor, als sei es von Kuhligks Kreuzberger Biotop bis nach Melilla bloß einen Schritt, dann wieder wird eine "echte Ferne" für den Rezensenten spürbar, eine Grenzerfahrung, die sich auf die dichterische Fantasie des Autors auswirkt als Ringen um die Möglichkeit des Schreibens überhaupt. Diese Momente hätten für Bovermann gern noch länger andauern dürfen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016

Für den Rezensenten Christian Metz gehört Björn Kuhligks Langgedicht aus Melilla zum Faszinierendsten, was die Lyrik in diesem Herbst zu bieten hat. Kein Gespräch über Bäume in Zeiten des Krieges, sondern der Versuch das Dazwischen zu ertasten zwischen eigener Identität und dem Anderen, das man zwar erkennt, aber nicht anders denn als man selbst zu beschreiben vermag. Kuhligks wortgewandte, Grenzen verschiebende Bewegung in diesem Raum findet Metz erstaunlich, sinnlich und politisch brisant zugleich.
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