Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003
Bjarne Reuter schreibt für Erwachsene wie für Jugendliche, und er schriebt viel: auf über 60 Bücher kommt der dänische Autor mittlerweile, verrät Hilde Elisabeth Menzel. Allen seinen Büchern ist aber der schräge Humor gemeinsam, behauptet sie. Bei "Operation Mikado" handele es sich diesmal um ein Jugendbuch, genauer gesagt um einen Jugendkrimi, der aber mehr biete als nur eine spannende Geschichte. Reuter weiß nämlich auch witzig zu erzählen, versichert Menzel. Überhaupt hätten seine jugendliche Helden eine sympathische Bonnie- und-Clyde-Mentalität. Mit bürgerlicher Moral und Anstand hielten die sich nicht lange auf. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen bildet die Bezugsgruppe dieses Romans, erzählt die Rezensentin. Die Schüler sollen für den Unterricht ein Drehbuch verfassen und werden unversehens in einen Banküberfall verwickelt, den sie "dokumentieren". Was als dummer Schülerstreich beginnt, entwickelt sich zu einer komplizierten Geschichte, so Menzel, deren positiver Ausgang mit größtem Fingerspitzengefühl - wie bei einem echten Mikado-Spiel - herbeigeführt werde.
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