CIA-Agent Gallagher stößt auf einen brisanten Punkt in der Biografie des Journalisten Raoul Levkowitz: Levkowitz und Ahmed bin Salim al-Amir, Sohn eines jemenitischen Scheichs, verband während ihrer gemeinsamen Zeit im Stasi-Kinderheim eine enge Freundschaft. Inzwischen ist al-Amir selbst Scheich seines Stammes und einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Wegen des Verdachts, für Attentate auf ausländische Ölgesellschaften und zahlreiche Entführungen verantwortlich zu sein, wird al-Amir vom amerikanischen Geheimdienst und von Spezialeinheiten der jemenitischen Regierung gejagt - und Levkowitz wird unwissentlich zur wertvollen Figur in einem tödlichen Spiel. Der zweite packende Thriller um Raoul Levkowitz.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.01.2006
Bei Sinkels Roman stehe nicht nur "Thriller" drauf, befindet Rezensentin Annabel Dillig, er mache diesem Genre auch alle Ehre. "Spannend, atemlos, gut recherchiert" sei Sinkels Story und zumal hochaktuell, wenn im Jemen eine Frau entführt werde, die der CIA höchstselbst dorthin geschickt habe. Aber, so erklärt uns die Rezensentin, Sinkel gelinge es, die traurig aberwitzige Wirklichkeit unserer Nachrichtenwelt noch zu toppen. In einer "kühnen Konstruktion" bediene sich der CIA eines ehemaligen Stasimitarbeiters, der mit dem Terroristen und Stammesführer Abu Khouf gemeinsam eine DDR-Schulbank gedrückt habe. Und diese wahrlich originelle und überraschende "Achse des Bösen" ist aus Sicht der Rezensentin "überraschend tragfähig", sprich plausibel für den Leser. Besonders hoch rechnet sie es dem Autor an, dass er seinerseits keine schlichten Gut-Böse-Kontraste einbaut und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. "Allah sei Dank". Weniger gut beraten sei der Autor allein bei seiner "Sprachwahl" gewesen, hier fühlt sich die Rezensentin in ihrem Genuss doch gestört.
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