"Der Anfang ist vollkommen." So beginnt Bernhard Kellers Tagebuch des ersten Jahres mit Kind. Voller Staunen, Humor und Demut nähert er sich dem Baby, "diesem kleinsten und unauffälligsten aller Meister", und in seinen ganz persönlichen täglichen Aufzeichnungen scheint ein allgemeines Wunder auf: Die Begegnung eines neuen Lebens mit der Welt. Für die Freude, die Erkenntnisse und Zweifel, die sich daraus - nicht nur für Eltern - ergeben, hat Keller eine Sprache gefunden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2016
Bernhard Kellers hagiografische Beschäftigung mit seinem Baby ist für den Rezensenten Oliver Jungen eine Offenbarung. Sonst sind Elternbücher eher nicht seine Sache, doch dieses als E-Book veröffentlichte findet er ehrlich, klug und und sogar poetisch in seiner Analyse der durch die Geburt eines Kindes eintretenden Veränderungen im Erwachsenendasein. Den Glauben an die Welt und den "unklugen" Blick findet der Autor wieder im sinnfreien Gebrabbel des Kindes, seinem stoischen, uneitlen Sein. Und der Rezensent mit ihm.
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