Bernd Hüppauf

Fotografie im Krieg

Cover: Fotografie im Krieg
Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2015
ISBN 9783770558285
Kartoniert, 372 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

In der dreitausendjährigen Geschichte der Kriegsbilder hat die Fotografie zu einem tiefen Einschnitt geführt. Nach zaghaften Anfängen im 19. Jahrhundert entwickelte sich im Ersten Weltkrieg eine professionelle Fotografie, die mit Problemen der Darstellbarkeit des technologischen Kriegs kämpfte, sowie die Massenfotografie der Amateure. Ein Jahrzehnt später bildete sich im Rahmen des öffentlichen Mediendiskurses der Fotojournalismus, der die Kriegsfotografie im engeren Sinn ausbildete. Seit dem Spanischen Bürgerkrieg kombinierte sie die Absicht der Dokumentation mit einem humanistischen Engagement. Ihre Fotos prägen das Kriegsbild bis in die Gegenwart. Der radikal veränderte Bildermarkt des digitalen Zeitalters führt zum Ende der Kriegsfotografie und zu einem neuen Kriegsbild.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2015

Rezensent Ahlrich Meyer schätzt Bernd Hüppauf als Kulturwissenschaftler, der sich bereits mit Beiträgen zu Wehrmachtsausstellung als Kritiker der Authentizitätsideologie in der Fotografie hervortat. Seinem Ansatz bleibt der Autor auch in diesem Band treu: Weder eine analoge Bildbearbeitung noch Schock- und Greuelfotos können als authentisch betrachtet werden, ihre Bedeutung beruht immer auf Zuschreibungen. Dass Hüppauf einen konstruktivistischen Ansatz dem dokumentarischen vorzieht, ahnt Meyer. Doch hält er dem Autor vor, seinen anspruchsvollen Band nicht wirklich durchgearbeitet zu haben. Ihm erscheint der zum Teil unverständliche Band voller Verweise und unbeantworteter Fragen als ein unfertiger Selbstverständigungstext.
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