Bartolome Bennassar, Bernard Vincent

Spanien

16. und 17. Jahrhundert. Das goldene Zeitalter
Cover: Spanien
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999
ISBN 9783608941869
gebunden, 288 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Renate Warttmann. Der reich bebilderte Geschenkband veranschaulicht das spanische Weltreich im 16. und 17. Jahrhundert, das Epoche macht und zu einer der großen Epochen der europäischen Geschichte wird. In acht Kapiteln legen die Autoren die engen Zusammenhänge von Wirtschaft, Politik, Wissenschaften, Geschichte, Kultur, Kunst, Religion, Lebensstil, Mentalität dar.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2000

Begeistert schwärmt Daniel Müller-Hofstede von diesem Buch über das `goldene Zeitalter` Spaniens. Die Autoren hätten sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt, Politik und Kunst dieser Zeit gemeinsam zu behandeln, was der Rezensent sehr begrüßt. Für den Laien gut verständlich und informativ, bewegen sich die Autoren dennoch auf der "Höhe der Forschung" und bieten eine auch hohen Ansprüchen genügende Auswahlbibliographie, lobt Müller-Hofstede. Dazu sei das beigegebene Bildmaterial "hervorragend reproduziert". Es gelingt den Autoren die "Grundlinien der Epoche" für die Leser verständlich zu machen, und dies mit beeindruckenden Detailschilderungen, die lebendige, atmosphärisch dichte Bilder entstehen lassen, so der begeisterte Rezensent. Einzig eine stärkere Berücksichtigung der weniger glänzenden Auswüchse der Zeit hätte Müller-Hofstede sich gewünscht, denn seiner Ansicht nach war das "Goldene Zeitalter" auch eine "Periode geistiger Dürre und Intoleranz", wie er anhand der Maurenvertreibung von 1609 argumentiert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.03.2000

Thomas Sträter begrüßt ausdrücklich, dass jetzt, ergänzend zu den vielen Biographien Karl V., zeitgleich auf französisch, deutsch und spanisch eine allgemeine Kulturgeschichte Spaniens unter den Habsburgern im 16. und 17. Jahrhundert erschienen ist. Die Autoren Bartolomé Bennassar und Bernard Vincent, beide "ausgewiesene" Historiker, haben das Buch übersichtlich in acht Kapitel unterteilt, die jeweils für sich gelesen werden können, lobt Sträter. Nur ein besseres Lektorat hätte der vorzüglich illustrierte und "anschaulich geschriebene" Band verdient: Es gebe einige unschöne Formulierungen, Wiederholungen und Rechtschreibfehler. Geradezu unverzeihlich findet Sträter die trockene Titelwahl und bemängelt außerdem die zu kurz geratene Darstellung der spanischen Literatur des "Goldenen Zeitalters" Spaniens. Ansonsten sei dies ein lesenswerter, prächtig ausgestatteter Band, der viele Illustrationen, Photographien historischer Bauten und zeitgenössische Gemälde berühmter wie auch unbekannter Künstler enthalte.