Droemer Knaur Verlag, München 2026
ISBN
9783426567470 Gebunden, 384 Seiten, 28,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Barbara Steckhan und Gabriele Gockel. Im September 2000 kommen in der chinesischen Provinz Hunan die Zwillinge Fangfang und Shuangjie zur Welt. Doch sie sind nicht die ersten Kinder, weswegen sie in den Fokus der Behörden geraten: Mit zwei Jahren wird Fangfang ihrer Familie entrissen und zur Adoption freigegeben. Sie kommt in die USA, trägt fortan den Namen Esther und lebt im Kreis ihrer neuen, christlich geprägten Familie in Texas. Erst Jahre später begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Identität. Barbara Demicks Reportage schildert beeindruckend die Ursprünge, die grausame Realität und die Folgen der chinesischen Ein-Kind-Politik.
Ein eindrückliches Buch über die schlimmen Folgen der chinesischen Ein-Kind-Politik legt Barbara Demick hier vor, versichert Rezensentin Ruth Kirchner. Demick widmet sich unter anderem einer Geschichte, in die sie selbst verwickelt war, die jedoch kein Einzelfall ist: Sie fand in Texas ein Mädchen, das in China seiner Herkunftsfamilie von Beamten entrissen und von einer amerikanischen Familie adoptiert worden war - es kommt schließlich zu einer Begegnung der beiden Familien, die vorher nichts voneinander wussten. Durchweg bleibt der Tonfall, der persönlichen Involvierung zum Trotz, nüchtern, lesen wir. Demick stelle dar, wie brutal die Ein-Kind-Politik in China durchgeführt wurde, wie sich einzelne Beamte an den Maßnahmen bereicherten, und auch, wie sehr das Land heute noch unter den Nachwirkungen leidet, die unter anderem in einer viel zu niedrigen Geburtenrate bestehen. Nicht zuletzt hat Demick auch ein starkes Buch über den Autoritarismus in China geschrieben, lobt die interessierte Rezensentin.
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