Attica Locke

Führe mich Heim

Kriminalroman
Cover: Führe mich Heim
Polar Verlag, Hamburg 2026
ISBN 9783910918566
Gebunden, 344 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem amerikanischen Englisch von Andrea Stumpf. Mit einem Nachwort von Ulrich Noller. Texas Ranger Darren Mathews ist sich nicht sicher, ob er ein guter Polizist war, glaubt aber, dass er eine Chance hat, ein guter Mensch zu werden - wenn er es schafft, der drohenden Anklage zu entgehen und sich von nun an der Wahrheit verp ichtet. Eine Tugend, die das Land scheinbar völlig verloren hat, die Darren aber als seine Rettung sieht. Er ist gerade dabei, sich mit der Frau, die er liebt, ein neues Leben aufzubauen, als ihn jemand besucht, der kein Blatt vor den Mund nimmt, eine Frau, die schon immer darauf aus war, sein Leben zu zerstören. Seine Mutter. Bewaffnet mit einer haarsträubenden Geschichte über die vermisste schwarze Studentin Sera, deren weiße Verbindungsschwestern vehement bestreiten, dass sie überhaupt vermisst wird. Darren muss sich entscheiden, ob er seiner Mutter trauen kann - und was ihr wahres Motiv sein könnte. Was, wenn dieses Motiv mit einer Grand Jury zu tun hat, die über sein Schicksal entscheidet? Im Finale der Highway-59-Reihe setzt sich Darren mit dem Sinn seines Lebens auseinander, als er gezwungen ist, zwischen seinem inneren Frieden und dem höheren Ruf, Gutes zu tun, zu wählen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 06.11.2026

Rezensentin Maria Wiesner liest den dritten und finalen Band von Attila Lockes Trilogie über den Texas Ranger Darren Matthews als Porträt einer zunehmend auseinanderfallenden Gesellschaft. Die Handlung spielt 2019, Donald Trump ist Präsident, Matthews, selbst schwarz, steht im Verdacht, die Waffe zu verstecken, mit der ein Rechtsextremer ermordet wurde, also quittiert er den Dienst, schildert Wiesner die Ausgangssituation. Der Vermisstenfall einer schwarzen Studentin bringt ihn dann aber zurück zum Ermitteln, lesen wir, dabei spielen auch seine diversen privaten Probleme von Alkohol bis Scheidung eine Rolle. Die Kritikerin lobt die Autorin für das "differenzierte Bild", das sie von Osttexas zeichne, auch die facettenreichen Charaktere und die mühelos verwobene Handlung beeindrucken sie. Dass Locke viel an Seriendrehbüchern geschrieben hat, merkt Wiesner diesem Roman im besten Sinne an.
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