Still und Leben - die Stillleben ATAKs sind farbenfroh, spielerisch, grandios und poetisch - das pralle bunte Leben. In dem Atelier des Berliner Künstlers ATAK stapeln sich die Kisten mit unzähligen gesammelten Dingen, von alten Comicfiguren bis zu kostbaren Masken aus aller Welt, in den Schubladen der Grafikschränke liegen Drucke, Poster und Originalzeichnungen von bekannten und unbekannten Künstlern, und ab und zu finden die Dinge ihren Weg in die Bilder, in Stillleben. Und hier sind sie keineswegs mehr still, sie können - wie Atak sagt, "auch sehr laut sein. Und etwas erzählen."ATAK verwandelt in seinen Bildern das traditionsreiche Kunstgenre Stillleben zu einer farbintensiven Pop-Art-Hommage. Seine Inspirationen holt er aus der Welt des Populären: aus Poesiealben, Zirkusplakaten, aus skurrilem Kinderspielzeug.Die bunten Blumen in kunstvoll verzierten Vasen ziehen die Betrachter ins Bild, als würde man von ihren betörenden Düften angezogen - so wie die Vögel und das eine oder andere Insekt. Die Comic-Figuren hingegen schauen uns an, als wollten sie eine Geschichte erzählen und auf die vielen versteckten Bezüge aufmerksam machen. So schauen wir und werden fröhlich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2022
Rezensent Andreas Platthaus badet in den schön abgedruckten Gemälden von Hans-Georg Barber alias Atak. Den neuen Bildband preist er, als rühre er die Werbetrommel für den Verlag. Was der Maler während der Pandemie geschaffen hat, meint er, ist hier teils seitenfüllend und mit erhellenden zweisprachigen Begleittexten abgedruckt. Ataks Sujets, so erklärt Platthaus, sind wie eh und je Micky Mäuse, Keramik und Spielzeug - und allerhand Vogelvieh. All das arrangiert der Maler laut Rezensent mitunter nach Vorbild alter holländischer Meister als "Still-Leben" und schier unentrinnbare, wundersame "Bilderflut".
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